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Teil 5 von Mein Mann, Schwangerschaft und viel Scheiße

Und dann kam der Showdown!

Ich habe einfach munter die Schränke ausgeleert, bis mir die blauen Müllsäcke ausgingen und ich auch einfach keine Lust mehr hatte.

Dann sind wir ins Bett… In mir kroch aufeinmal unglaubliche Wut hoch, als ich so neben ihm lag, die Wut wurde immer stärker, bis ich meine Decke und mein Kissen genommen habe und wieder aufgestanden bin. Leicht geschockt schaltete er die Nachttischlampe an und fragte wo ich denn hin will. Mit tränenerstickter Stimme bin ich aus dem Schlafzimmer raus, mit den Worten "ich kann nicht mehr einfach so neben dir liegen!". Habe mich auf die Couch gesetzt und musste wirklich bitterlich weinen (das kannte ich gar nicht von mir, war etwas geschockt, weil ich gar nicht aufhören konnte). Er kam hinterher und fragt in der liebenswerten Art die er früher mal hatte "Mäuschen, was ist los?" Ich weiß nicht, wann ich das letzte mal das Wort Mäuschen aus seinem Mund gehört habe.
Ich war so aufgelöst, dass ich kaum reden konnte. Ich schluchtzte, dass ich einfach nicht mehr kann, dass ich mit meinen Nerven einfach am Ende bin, dass er mich mit seinen Sprüchen (mit dem Psychodruck) jetzt doch klein bekommen hat.

– Der Wahnsinn, wenn so angestaute Wut rauskommt, und ich hatte viel davon, ich hatte sehr viel runter geschluckt. –
Er saß etwas verdattert da und sagte nur leise "Es tut mir leid, aber ich will das alles nicht, ich will das Kind nicht!"
Da war mir klar, dass unsere lange Beziehung mit den Worten entgültig beendet war.
Dann brachte er noch so extrem unangebrachte Sprüche, dass ich richtig sauer wurde, die beiden heftigsten: 1. darauf, dass ich meinte, dass ich mir jetzt dann eine eigene Wohnung suche und ausziehe, kam KEIN "Nein, ich will nicht, dass du ausziehst, bleib bitte hier!" (das hätte ich gerne gehört), nein es kam ein "kannst doch erstmal hier bleiben und wenn das Kind da ist eine Wohnung für euch beide suchen." Ich konnte das einfach nicht glauben, was er da sagte, ich schaute ihn entgeistert an und sagte "Ist das dein Ernst? Ich soll die Bude hier sozusagend noch auf Vordermann bringen und dann gibst du mir und dem Baby einen Arschtritt nach draußen?"
2. "Sei doch froh, du bis schwanger, das ist doch das was du wolltest! Du findest schon einen Mann der euch beide will!" Der Satz hatte richtig gesessen, ja ich wollte ein Baby, aber ich will doch nicht NUR ein Baby, ich will eine Familie und nicht eine alleinerziehende Mutter werden.
Er meinte dann noch, dass er es versuchen wollte, sich zu freuen wärend der Schwangerschaft. Er wollte es versuchen??? Da kann man nichts versuchen, man kann doch seine Partnerin nicht schwängern um dann zu schauen ob man sich freut und falls nicht, setzt man sie einfach mal so vor die Tür.

Der Herr ist fein raus, ICH bin schwanger, ICH trage das Kind in mir, ICH muss mir eine Wohnung suchen, ICH muss im Endeffekt das Kind alleine großziehen, ICH habe die Scheiße an den Hacken und NICHT ER!
Ich fühle mich zutiefst verarscht von ihm, auch wegen seiner Denkweise. Er kann jetzt weiterhin bei Mami und Papi Zuhause wohnen, arbeiten gehen, nach Hause kommen, zocken, das ganze Wochenende zocken, rauchen… und das die nächsten 30-40 Jahre bis zu seinem Lebensende. So stellt er sich wohl das perfekte Leben vor, aber dann ist er irgendwann ganz alleine und wird sein Tun irgendwann so tief bereuen, aber dann bin ich und das Baby schon lange weg….

Leider ist das Geschehene noch nicht lange her, ich bin noch auf der Suche nach einer Wohnung. Ich kann bei der Suche keine riesen Sprünge machen, da ich natürlich Geldeinbußen haben werde durch die Elternzeit.
Aber er hat sein kleines "perfektes" Leben weiterhin und ich und mein Baby müssen uns unser kleines perfektes Leben erst aufbauen….

21.1.16 07:59


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Teil 4 von Mein Mann, Schwangerschaft und viel Scheiße

Dann kam der eine besagte Tag, der ist noch nicht so lange her und seitdem hänge ich, sozusagend, mit einem Bein in der Luft.

Ich wollte mal langsam starten die Schränke im PC-Raum auszuräumen, und habe das vorsichtig angedeutet bei meinem Freund. Seine Reaktion war "Stress mich nicht, da habe ich gar keinen Bock drauf!". Rumms, auch das hat wieder gesessen. Ich muss dazu sagen, in den Schränken ist ausschließlich sein Kram drinne, noch alte Schulsachen etc. und wirklich unglaublich viel Müll, der über die ganzen Raucherjahre nicht sehr ansehnlich geworden sind. Da habe ICH mich schon angeboten SEINEN Scheiß wegzuschmeißen und bekomme dann so extremen Gegenwind. Der Moment war mal wieder einfach nur zum kotzen. Er bringt nämlich auch gerne mal Sprüche wie "die Küche sieht aus wie sau!" und dann sage ich ihm "Dann mach du sie doch sauber!" und dann kommt zurück "Das ist dein Scheiß, der hier rumliegt, das mache ich doch dann nicht weg!". Gut diesmal bin ich mit dem Argument bei ihm angekommen, und wurde ziemlich wütend: "Das ist dein Scheiß den ich hier gerade ausräume, da kannst du mir ruhig mal bei helfen!", er sitzt wärenddessen zockend am PC (da wurde mir so richtig bewusst, dass er ein riesen Suchtproblem hat) "Nö, ich habe dich da schließlich nicht drum gebeten, von mir aus kann alles so beleiben wie es ist!". Puh, da musste ich wirklich ganz tief schlucken und tief durchatmen….

Ich ging erstmal runter zu seiner Mutter und meinte eigentlich ehr so nebenbei "an die schlechte Laune von deinem Sohn, kann ich mich noch nicht so gewöhnen!" und plötzlich bricht es aus ihr raus und sie fing unglaubich an zu weinen und sagte "ich weiß auch nicht, er ist in den letzten Wochen so schlecht drauf und es macht mich fertig, was er für ein Arschloch ist!".  Ja genau, sie hat das Wort "Arschloch" gesagt, über ihren Sohn, und wenn es bei ihr schon so weit ist, muss es ihr wirklich schlecht gehen.
Mich hat es mitgenommen, sie so zu sehen. Ich bin wirklich ein Mensch der nicht schnell anfängt zu weinen (und das trotz Hormone), aber in dem Moment musste ich die Tränen extrem unterdrücken….

Der Höhepunkt kommt noch……

18.1.16 13:08


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